Wann ist der Brandschutzhelfer erforderlich

Die Benennung und Ausbildung von Brandschutzhelfern ist gesetzlich im Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG) geregelt. Danach ist bereits ein Brandschutzhelfer zu benennen, wenn nur ein Arbeitnehmer beschäftigt wird. In diesem Fall kann die Aufgabe vom Arbeitnehmer oder vom Chef wahrgenommen werden. Also müssen Personen unabhängig von der Unternehmensgröße für den erforderlichen Brandschutz benannt und vorbereitet werden.

Brandschutzhelfer in Kleinbetrieben

In der ASR (Technische Regeln für Arbeitsstätten) wird bestimmt, dass 5 % der Belegschaft als Brandschutzhelfer auszubilden sind. In kleinen Betrieben kann diese Berechnung allerdings oft nicht angewendet werden, da die Anzahl der Beschäftigten zu gering ist. Allerdings (besser: trozudem) fordert das ArbSchG § 10, dass die Arbeitgeber Maßnahmen für Brandbekämpfung sowie Erste Hilfe und Evakuierung sicherstellen müssen, die sich der Betriebsart orientieren. Die Arbeitgeber legen, je nach Gefährdungspotential, die nötigen Maßnahmen fest.

Brandschutzhelfer benennen

In größeren und Großbetrieben gilt die 5 %-Regel. Mehr Brandschutzhelfer als 5 % der Belegschaft werden erforderlich, wenn Gründe für eine besondere Gefährdung vorliegen. Infrage kommen dafür bestimmte Herstellungsverfahren, Produkte, Betriebseinrichtungen sowie Bereiche, in denen sich häufig viele Menschen mit eingeschränkter Mobilität aufhalten. Gibt es im Unternehmen einen Betriebsrat oder einen Personalrat, ist dieser zur Benennung der Helfer für den Brandschutz anzuhören. Mitarbeiter, die für diese Art der Hilfe benannt werden, müssen eine entsprechende Ausbildung absolvieren. Für die erforderliche Ausstattung der Helfer und die Freistellung zur Ausbildung muss der Arbeitgeber sorgen. Der Arbeitnehmer muss der Benennung nicht zustimmen. Fühlt sich ein Arbeitnehmer körperlich oder psychisch der Aufgabe nicht gewachsen, sind das berechtigte Gründe zur Ablehnung. Allerdings sind die Beschäftigten gesetzlich verpflichtet, bei der Arbeit für Gesundheit und Sicherheit Sorge zu tragen. In der Praxis bereitet es selten nennenswerte Probleme, geeignete Brandschutzhelfer zu benennen.

Fazit: Brandschutzhelfer auch für die kleinste Firma

In jeder Art von Betrieb, Geschäft oder Büro, die nicht ausschließlich vom Inhaber allein betrieben werden, sind somit auch Brandschutzhelfer auszubilden. Kleinunternehmer sollten sich bereits vorsorglich selbst ausbilden lassen, falls nur ein oder zwei Arbeitnehmer eingestellt werden sollen.

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